Hindernislauf
Der Hindernislauf ist ein Langstreckenlauf von 3.000 m, der im Stadion von Männern und Frauen absolviert wird. Dabei wird nicht in Bahnen, wie beim Hürdenlauf, gelaufen. Im Stadion werden etwa siebeneinhalb Runden gelaufen. Auf jeder Runde sind vier Hürden zu überwinden, die fest stehen. Die Hürden haben die gleiche Höhe wie beim 400-Meter-Hürdenlauf, also 91,44 cm für Männer und 76,2 cm für Frauen. Sie sind jedoch breiter als beim Hürdenlauf, da sie beim Hindernislauf von mehreren Läufern gleichzeitig überwunden werden können. Da die erste Hürde erst nach dem einmaligen Überlaufen der Ziellinie überwunden werden darf, muss die Hürde von Helfern nach dem Start auf die Laufbahn gebracht werden. Die Hürden haben einen Abstand von 78 m.
Ein spezielles Hindernis ist beim Hindernislauf die zusätzliche Hürde mit Wassergraben. Der Wassergraben schließt sich direkt an die Hürde an und hat die Abmessungen 3,66 x 3,66 m. Die Hürde mit Wassergraben befindet sich zumeist auf einer Abkürzung der Strecke. Um den Wassergraben zu überwinden, muss der Läufer mit einem Fuß auf die Hürde aufsetzen und abspringen. Es kommt auf eine besondere Technik an, damit der Läufer möglichst weit springt und nicht in der Mitte oder im vorderen Bereich des Wassergrabens landet. Am Wassergraben lauern beim Hindernislauf die meisten Fehler. Nur durch Training und Technik können den Läufern diese Fehler nicht unterlaufen. Die übrigen Hürden dürfen von den Läufern nicht berührt werden. Sie sind ebenso wie beim Hürdenlauf, mit nahezu aufrechter Körperhaltung, zu überlaufen. Im Gegensatz zum Hürdenlauf können die Läufer beim Hindernislauf einen eigenen Laufrhythmus entwickeln, um die Strecken zwischen den Hürden zu bewältigen.
Der Hindernislauf entstand vermutlich im Jahre 1850 aufgrund einer Wette von Studenten aus Oxford, die Hindernisse eines Pferderennens nachempfinden wollten. Als olympische Disziplin gilt der Hindernislauf seit 1900, die Strecke von 3.000 m wird erst seit 1928 gelaufen.